Dynamometrie – Messung der Muskelkraft

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Die Dynamometrie wird unter anderem zur Diagnose einer erektile Dysfunktion eingesetzt. Dabei wird auf die Messung der Muskelkraft gesetzt. Im Mittelpunkt der Dynamometrie steht die Untersuchung vom Schwellkörper.

Was genau ist die Dynamometrie?

Die Dynamometrie ist eigentlich besonders in der Sportmedizin verbreitet. Es dient zur Messung der Muskelkräfte. Durch eine Untersuchung der Muskelkontraktion, kann diese Methode auch im Bereich der erektilen Dysfunktion angewendet werden.

  • Daher spielt die Dynamometrie auch zur Diagnose von Potenzstörungen eine zentrale Rolle.

Damit die Dynamometrie funktioniert, wird eine verformende Wirkung der Kraft eingesetzt. Dadurch dass sich ein Dehnungsmessstreifen verformt, oder auch durch Quarzkristallen, wird die Kraft in eine Art von elektrischer Größe umgewandelt. Verändert sich die Kraft über eine gewisse Zeitspanne kann dadurch ebenfalls eine Messung vorgenommen werden.

Im Bereich der Potenzstörungen kann die Dynamometrie dadurch auch direkt lokal am Penis angewendet werden. Genauer gesagt an der Peniswurzel. Dort lässt sich nämlich die Kontraktion der umliegenden Muskeln eine Kraft messen und dokumentieren. Damit es nicht zu Fehlmessungen kommt, wird die dynamometrische Untersuchung von unterschiedlichen Winkeln und mehrfachen Wiederholungen durchgeführt.

Die Ergebnisse gelten als sehr zuverlässig, insbesondere wenn damit eine muskuläre Ursache der Erektionsstörung aufgedeckt werden soll. Durch dieseMethode werden Schwächen bei entsprechenden Muskeln sehr genau erkannt und können anschließend behandelt werden.

Wie kann die Dynamometrie bei Impotenz helfen?

Damit Männer eine ausreichende Erektion aufbauen und halten können, ist ein vollfunktionstüchtige Muskulatur im Penis wichtig.

Rund 55 % glatter Muskelzellen sind im Penis zwingend notwendig, um eine gewünschte Härte der Erektion (Rigidität) aufbauen und halten zu können. Ist dieser Anteil der Muskelzellen allerdings zu gering, fehlt also die muskuläre Kraft, dann kann dies auch eine Ursache für eine anhaltende Potenzstörung (erektile Dysfunktion) sein.

Für eine sehr Diagnose wird eine Messschlaufe des Dynamometers um den Penis gelegt. Das Glied darf natürlich nicht erigiert sein. Es finden anschließend gezielte Kontraktionen an den Muskelschichten statt. Dadurch lässt sich nun auch untersuchen, welche Kraft vom betroffenen Patienten noch aufgebaut werden kann.

Sind diese Werte unter den normalen Vorraussetzungen, kann dies als Ursache für die Erektionsstörungen gelten. Somit sind muskuläre Ursachen sehr wahrscheinlich.

Da eine Dynamometrie Untersuchung nur wenige Minuten benötigt, kann auch sehr schnell herausgefunden werden ob eine muskulärer Ursache der Auslöser der Impotenz ist.

Wem kann die Dynamometrie helfen?

Eine Diagnose mit der Dynamometrie Muskelkraftmessung, kann nur auf mechanischer Basis durchgeführt werden. Somit gibt es auch keine Risikogruppen oder Nebenwirkungen der Diagnose.

Es ist auch keine Erektion nötig um die Diagnose zu ermöglichen, da die Dynamometrie die Muskeln sehr tief und genau messen kann.

Gibt es Alternativen?

Als Alternative zur Dynamometrie gibt es die Schwellkörper-Analyse. Die Dynamometrie untersucht nur die Kraft der Muskulatur, die Schwellkörper-Analyse kann allerdings auch das organische Problem diagnostizieren.

Dabei spielen nämlich nicht nur Muskelkontraktionen eine Rolle, sondern auch das Verhältnis von Kollagen, Bindegewebe, wie auch glatten Muskelzellen. Sollten beispielsweise Kollagen und Bindegewebe die Zusammensetzung des Glieds dominieren, ist dies als Ursache festzumachen. Die Schwellkörper-Analyse kann also zusätzlich, nach der schnellen Dynamometrie aufbauen und genauere Ergebnisse liefern.


Quellen:

  • Universität Augsburg, Bewegungs- und Trainingswissenschaft – WS 99/00 Biomechanisches Praktikum
  • Bild: theshots.co – shutterstock.com
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