| Saufen
als Kulturgut
Banana-Joe ist nix zu trinken. Deswegen ist das gelbe Stangeneis
an dieser Trinkhalle nicht angesagt. "Und Schlüpferstürmer
is nich da", sagt Elvira Igrec achselzuckend und verfällt
in Schweigen. Die alte Trafikantin ist auch ohne Schlüpferstürmer
sichtlich von den Socken. Schließlich umzingelt gerade unvermittelt
ein knappes Dutzend sensationsdurstiger Menschen ihre kleine Bude.
Sie wollen hier zur Vergnügungstour starten: Kneipen und Trinkhallen
des weltberühmten Stadtteils Duisburg- Hochfeld stehen heute
abend auf dem touristischen Besuchsprogramm.
Im Test: Der pangalaktische
Donnergurgler
In nur mit einer Lupe zu entziffernden Lettern warnt selbst die
Getränkekarte der irdischen Hipsterlokalität den vorwitzigen
Dürstenden: "Ein Drink wie ein Raubüberfall - teuer
und schlecht für den Kopf."
Schnitzel - so groß wie Lokusdeckel
Auf dem Prickingshof im münsterländischen Haltern demonstriert
Bauer Ewald Döpper volbildlich bäuerliches Brauchtum.
Pommes-Promi Peter Pomm
Ganz unten im Duisburger Norden finden sich die wohl ältesten
Imbißbuden im Revier. Schon zu Nachkriegszeiten bemühte
sich die Familie Tauber, Besitzer der winzigen Junkfood-Kette 'Peter
Pomm', um die Patentierung ihrer 'Puztetten'.
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